Game Gear - Kondensatoren-Tausch

Bevor Ihr weiterlest, beachtet bitte unseren Disclaimer. Die hier gezeigten Anleitungen erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Wir übernehmen keinerlei Haftung für Schäden an Mensch oder Gerät, bei Verwendung unserer Tutorials. Ihr handelt eigenverantwortlich!

 

Einleitung

Segas Handheld ist inzwischen in die Jahre gekommen und genau das trifft natürlich auch auf die Verschleissteile im Gerät zu. Hierzu gehören natürlich vor allem die Kondensatoren. Sind dieser verbraucht, so hat man meist Probleme mit der Soundausgabe über Lautsprecher und öfters auch mit dem Bild. Wir zeigen euch hier die Kondensatorenm, die ihr erneuern solltet, damit der Game Gear wieder läuft wie früher. Dabei wird zwischen drei Regionen unterschieden. Die Kondensatoren auf der Hauptplatine sind für das Bild zuständig, jene auf einer kleinen Platine am Netzteilanschluss für die Stromversorgung und die auf der rechts gegenüber liegenden Seite für den Sound. Ihr benötigt also folgende Bauteile für den Umbau:

Hinweis: Die Volt-Angaben geben die Belastbarkeit des Kondensators an, welche dieser mindestens aushalten muss. Wenn ihr also z.B. keinen 100 uF 6,3v finden könnt, dann könnt ihr stattdessen (oder auch gleich) einen mit 10v oder 16v nehmen. Der Wert darf nur nicht geringer als der aufgeführte sein. Grundsätzlich ist im Gehäuse genügend Platz. Man muss also nicht zwangsläufig SMD-Kondensatoren verbauen.

 

Für die Hauptplatine (Bild):

2x 100 uF 6,3v

1x 68 uF 6,3v

1x 33 uF 6,3v

1x 22 uF 6,3v

4x 10 uF 6,3v (drei bei einem Game Gear mit 2 ASICs)

1x 4,7 uF 35v

2x 0,47 uF 50v

 

Für die Sound-Platine:

3x 100 uF 6,3v
2x 47 uF 6,3v

 

Für die Netzteilplatine:

1x 820 uF 6,3v
1x 100 uF 25v
1x 22 uF 35v

 

Zuerst müssen wir den Game Gear natürlich öffnen, wobei wir schon auf die erste kleine Schwierigkeit stoßen. Sega hat den Game Gear zwar mit normalen Kreuzschrauben verschlossen, aber tatsächlich eine GameBit-Schraube (4.5mm) verwendet, so dass man ihn nur mit einem passenden Schraubendreher schadlos auf bekommt.

 

Hat man das Gerät offen, sieht man auch schon links den Großteil der Kondensatoren, die wir hier für euch mit einem blauen Punkt markiert haben. Sie sind allesamt beschriftet. Beachtet beim Einlöten der neuen Kondensatoren jedoch bitte unbedingt die Polarität. Wer dennoch Probleme mit den Werten hat, oder eine andere Mainboard-Version besitzt, der sollte sich auf Tim Worthington's Webseite umschauen.

 

Auf der rechten Seite haben wir ebenfalls noch zwei.

 

Als nächstes schauen wir uns die Sound-Platine näher an. Unter dem Abschirmblech versteckt sich noch ein fünfter Kondensator, den wir vergessen haben, zu markieren. Auch diese sind wieder beschriftet (z.T. mit 4v, man kann aber getrost 6,3v nehmen). Durch entsprechendes "Hinlegen", bzw. schräg Einlöten kann man auch hier normale Elkos verwenden. Nach wie vor auf die Polarität achten. Schwarz kennzeichnet bei diesen SMD-Kondensatoren den Minus-Pol.

 

Zu guter letzt noch die drei auf der Netzteil-Platine.